Microsoft Power Apps: Low-Code, No-Code und Dataverse einfach erklärt
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January 8, 2026
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Microsoft Power App ist das zentrale Werkzeug der Power Platform zur Erstellung moderner Geschäftsanwendungen. Mit Microsoft Power App entwickeln Unternehmen individuelle Apps auf Basis von Low-Code und nutzen Dataverse als strukturierte Datenplattform. Über die Power Platform lassen sich externe Dienste wie Microsoft 365, SQL oder Web-APIs anbinden und Prozesse automatisieren. Dataverse stellt Tabellen, Beziehungen und Sicherheitsrollen bereit und sorgt für konsistente Datenmodelle. In Kombination mit Power Automate entstehen skalierbare Lösungen, die Abläufe vereinfachen, Daten transparent machen und digitale Prozesse nachhaltig unterstützen.

Was sind Power Apps?
Power Apps sind moderne Geschäftsanwendungen der Microsoft Power Platform, die speziell für Fachabteilungen entwickelt wurden. Mit dem Low-Code Ansatz können Anwender Formulare, Listen und Prozesse über visuelle Designer erstellen. Der Low-Code-Gedanke reduziert Entwicklungszeiten erheblich und macht IT-Projekte planbarer. Gleichzeitig ermöglicht No-Code vielen Teams, Lösungen auch ganz ohne Programmierung umzusetzen. Durch No-Code lassen sich einfache Apps für Genehmigungen oder Datenerfassung innerhalb weniger Stunden bereitstellen.
Ein wichtiger Typ sind model-driven Apps, die auf dem zentralen Datenmodell von Dataverse basieren. Diese model-driven Apps strukturieren Navigation, Ansichten und Sicherheitsrollen automatisch und werden häufig eingesetzt, um Vertriebs-, Service- und Produktionsprozesse einheitlich abzubilden.
Innerhalb der Microsoft-Umgebung bieten Power Apps zahlreiche Low-Code-Funktionen wie Validierungen, Business Rules und UI-Logik. Über integrierte Connectoren und Power Automate können model-driven Apps mit weiteren Diensten vernetzt werden. Power Apps schließen die Lücke zwischen professioneller Entwicklung und Self-Service-IT. Dank No-Code können auch neue Mitarbeiter schnell eingebunden werden, während Low-Code komplexere Anforderungen abdeckt.
Organisationen profitieren von zentraler Governance im Dataverse, klaren Release-Prozessen und standardisierten model-driven Apps. Viele Unternehmen nutzen bereits heute produktive Lösungen auf Basis von Power Apps. Damit wird verständlich, was Power Apps in der Praxis bedeuten: eine flexible Plattform mit Low-Code und No-Code, die skalierbare model-driven Apps bereitstellt und Abteilungen befähigt, digitale Prozesse eigenständig zu gestalten, ohne die Kontrolle der IT zu verlieren.
Wie kann ich eine Microsoft Power App erstellen?
Voraussetzung ist ein Microsoft 365 Account und damit ein entsprechender Microsoft-365-Zugang, denn ohne Microsoft 365 lassen sich Dienste der Microsoft Power Platform nicht nutzen. Nach der Anmeldung in Microsoft Power Apps wählst du im ersten Schritt den passenden App-Typ aus.
Für datenorientierte Szenarien empfiehlt sich eine modellgesteuerte App, da diese eng mit Dataverse zusammenarbeitet und viele Standardfunktionen automatisch bereitstellt. Das Fundament jeder Lösung bilden die Dataverse-Tabellen. Über diese Dataverse-Tabellen definierst du Felder, Beziehungen und Sicherheitskonzepte. Durch sauber angelegte Dataverse-Tabellen wächst deine Anwendung strukturiert und skalierbar.
Viele Nutzer möchten wissen, wie sie wirklich Microsoft Power Apps programmieren können. Dank Low-Code und zusätzlicher No-Code-Designer ist jedoch zunächst kaum Quellcode erforderlich. Erst bei individuellen Anforderungen kannst du gezielt Microsoft Power Apps programmieren, zum Beispiel um Erweiterungen umzusetzen und professionelle Logik zu ergänzen.
Eine modellgesteuerte App nutzt die angelegten Dataverse-Tabellen direkt für Formulare und Ansichten. Der Low-Code-Ansatz verkürzt Projekte deutlich, während No-Code den Einstieg für Citizen Developer erleichtert. Über Power-Platform-Connectoren und Power Automate ergänzt du Workflows, Genehmigungen sowie Synchronisationen zwischen Microsoft 365, Teams und externen Systemen. Auch hier hilft No-Code, wiederkehrende Schritte ohne Entwickler umzusetzen. Dennoch bleibt die Möglichkeit, tiefergehend Microsoft Power Apps zu programmieren, ein entscheidender Vorteil.
Zusammengefasst lautet der Weg:
Ein Microsoft 365 Account ist erforderlich, anschließend werden Dataverse-Tabellen angelegt, eine modellgesteuerte App eingesetzt und dort, wo nötig, professionell Microsoft Power Apps programmiert. Mit Low-Code, No-Code, Dataverse-Strukturen und Power Automate entsteht Schritt für Schritt eine skalierbare Lösung innerhalb der Microsoft Power Platform.
Powerapps vs Microsoft Access
Power Apps versus Microsoft Access zeigt zwei unterschiedliche Generationen von Entwicklungswerkzeugen. Microsoft Access war viele Jahre das Standardtool für lokale Datenbanken, während Power Apps als cloudbasierte Lösung innerhalb der Microsoft Power Platform positioniert ist. Wer heute eine moderne Geschäftsanwendung plant, steht häufig vor der Frage, ob weiterhin auf Access gesetzt oder mit Power Apps gearbeitet werden soll.
Durch den Low-Code-Ansatz und visuelle Designer lassen sich mit Power Apps deutlich schneller Anwendungen erstellen und Power Apps programmieren als mit klassischen Mitteln. Ein zentraler Vorteil besteht darin, dass Access-Daten zu Dataverse vergleichsweise einfach übernommen werden können. Viele Unternehmen starten gezielt mit dem Projekt Access-Daten zu Dataverse, um bestehende Informationen webbasiert nutzbar zu machen.
Während Formulare in Access fest an den Desktop gebunden waren, lassen sich Power Apps auf nahezu jedem Endgerät ausführen. Für individuelle Anforderungen kannst du gezielt Power Apps programmieren und auch komplexe Logik ergänzen. Die Synchronisation von Access-Daten zu Dataverse schafft dabei die Grundlage für skalierbare und zukunftssichere Prozesse.
Access eignet sich gut für Einzelarbeitsplätze, jedoch weniger für verteilte Teams. Mit Power Automate lassen sich Abläufe systemübergreifend verbinden – etwas, das in Access nur mit erheblichem Aufwand möglich war. Entwickler können Power Apps mehrfach erweitern und professionell programmieren, ohne die Vorteile von No Code zu verlieren. Power Apps bieten zudem Versionsverwaltung, Rollenmodelle und mobile Nutzung, während Access-Dateien häufig manuell verteilt wurden.
Damit wird Power Apps versus Microsoft Access zu einer strategischen Entscheidung: Access bleibt stark im lokalen Aufbau, doch der Weg Access-Daten zu Dataverse und das flexible Power-Apps-Programmieren machen Power Apps zur zukunftsfähigen Alternative für integrierte Unternehmenslösungen.
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